Tee
SCHWARZER, GRüNER, WEIßER, GELBER, ROTER und OOLONG.
-Hinweis-
Beschreibungen und Anwendungen der Kräuter, Gewürze und Auszüge stammen aus alten Überlieferungen der Volkskunde!
ursprünglich...
Grüner Tee gehört zur Familie der Teestrauchgewächse und kommt ursprünglich aus China. Heute wird er jedoch in Afrika, Sri Lanka, Thailand, Indien, Indonesien und der Türkei industriell angebaut und in den tropischen und subtropischen Gebieten, in Hochlagen mit bis zu 2500 Metern kultiviert.
botanisch...
Der immergrüne Strauch hat dunkle, gezahnte, lederartige Blätter und erreicht eine max. Höhe von bis zu 30 Metern. Die Pflanze bildet 2 cm große, weiß- bis rosafarbene Blüten, aus denen sich Samen in haselnussgroßen Kapseln bilden. Die Vermehrung erfolgt vegetativ, dabei werden von ertragreichen Muttersträuchern Stecklinge gezogen und wieder verpflanzt.
geschichtliches...
In China war die Wirkung des Teeblatts schon vor 5000 Jahren beschrieben. Einer Legende zufolge, war die Entdeckung des Tees reiner Zufall. Der chinesische Kaiser Shen Nung 2737 v. Chr., soll ein sehr auf Sauberkeit achtender Mensch gewesen sein und sein Trinkwasser vor dem Genuss immer aufkochte. Eines Tages wehte der Wind einige Teeblätter in das heiße Wasser, diese färbten das Wasser golden und verliehen ihm ein wunderbares Aroma, welches auch dem Kaiser zusagte. Erst im Jahre 552 n. Chr. kam der Tee durch buddhistische Mönche nach Japan. bald darauf wurde der Genuss mit einer detaillierten Zeremonie versehen. Der Konsum des Tees führte soweit, dass man begann ihn religiös zu verehren. Während der T'ang Dynastie 618 - 907 n. Chr. wurde der Tee zur Handelsware und von nun an war der Tee auch allen Gesellschaftsklassen zugänglich. Erst 1610 kam er aus Japan mit Schiffen nach Europa. Von diesem Zeitpunkt an waren die Holländer für mehr als 50 Jahre einer der Wenigen die den Teeimport betrieben, erst später wurden auch die Engländer in diesem Geschäft tätig. 1662 wurde der Tee offiziell am Hofe des englischen Königs Karl II eingeführt und nun an war die Verbreitung des Tees nicht mehr aufzuhalten. Englische Einwanderer brachten den Tee im 17. Jhrt nach Amerika. Der Tee erfreute sich in Amerika zunehmender Beliebtheit. Die Engländer befanden sich damals in einer Finanzkrise und beschlossen, den Tee mit hohen Steuern zu belegen, um mehr Geld zu verdienen, was zur Empörung der Amerikaner und zur Boston Tea Party führt, bei der Amerikaner den im Bostoner Hafen lagernden Tee ins Meer warfen. Im 20. Jahrhundert war es en vogue zum Tee auszugehen und somit entstanden immer mehr Teehäuser und somit die berühmteste Teezeit. Heute ist der Tee mit einer weltweiten Produktion von 2,9 Millionen Tonnen zum populärsten Getränk der Welt geworden.
qualitatives...
Wenn das Wachstum jedoch durch einige kühle Nächte oder ein paar trockene Monate gebremst wird, bekommt der Tee ein hochwertigeres Aroma. Die Pflanze hat mehrere tausend Blätter, doch nicht jedes Blatt wird zu Tee weiter verarbeitet.Geerntet werden der Regel nach nur die beiden jüngsten Blätter und die Blattknospe. Geschickte Pflücker ernten pro Tag an die 30 kg Teeblätter. Die Pflückintervalle müssen genau kalkuliert sein, denn die neuen sprossen wachsen je nach Klima, Pflückart und Düngung unterschiedlich schnell nach. In den Tropen und Subtropen wird in der Regel alle zwei Wochen geerntet. Tee muss immer per Handarbeit gepflückt werden, da der Pflücker wegen des unterschiedlichen Wachstums der Sprossen zwischen reif und unreif unterscheiden muss. Somit ist die aufwendige Ernte für die Hälfte der Teekosten verantwortlich. Im Winter wird eine Vegetationspause eingelegt, bei der die aus dem Boden gezogenen Nährstoffe für das Frühjahr gespeichert werden. Deshalb haben die ersten Triebe mehr Inhaltsstoffe und Aromen. Frisch gepflückte Teeblätter sind nicht lange haltbar, deswegen muss er sofort weiterverarbeitet werden um eine Minderung der Qualität zu vermeiden.
wissenswertes...
Je nach Verarbeitung unterscheidet man zwischen Grünem, Schwarzem, Weißem und Oolong Tee. Weitere Teespezialitäten sind der Puh-er-cha Tee und der Gelbe Tee.
aus der Volkskunde...
Er hat Vitamin A, B, B2, B12, C, P, Kalzium, Kalium, Phosphorsäure, Magnesium, Kupfer, Zink, Nickel, Karotin, Spuren von Molybdänsäure, Fluor, Saponine, Tannin und Koffein. Grüntee ist ein stark alkalisches Getränk, das den Körper vor einer Übersäuerung schützt. Japanische Wissenschaftler sagen dem Grünen Tee viele gesunde Eigenschaften nach. Durch seinen Fluorgehalt trägt Grüner Tee zur Verhinderung von Karies bei Forschungsergebnisse zeigen, dass Grüner Tee etewa 20x effektiver gegen den Alterungsprozess wirkt als Vitamin E. Es wird berichtet, dass Grüntee ein Enzym enthält, das den Auslösemechanismus von hohem Blutdruck im Körper beeinflusst und zum größten Teil verhindert. Grüntee hilft bei der Umwandlung von Chloresterol und beugt somit der Arteriosklerose vor. Die kombinierte Funktion mutationsunterbrechender Substanzen wie sie im Grüntee vorgefunden werden und Vitamin C konnten in vielen Fällen eine Krebsbildung erfolgreich verhindern. Er hebt insgesamt das Wohlbefinden, fördert den Blutkreislauf, regt den Atemprozess an und begünstigt die Sauerstoffaufnahme. Grüner Tee beschleunigt den Stoffwechsel, stärkt die Widerstandskraft des Körpers und treibt die Genesung voran, fördert die Entgiftung der Leber -speziell den Abbau von Alkohol, von Fetten und von Abfallprodukten des gesamten Organismus. Grüner Tee verbessert die Verdauung, beugt Nierensteinen und Nierenbeschwerden vor, kräftigt die Muskulatur und ist ein Schlankmacher. Grüner Tee verbessert das Sehvermögen, reinigt die Haut, lindert Beschwerden in den Gelenken, ist nützlich bei zu hohem Blutdruck und bei Herzbeschwerden. Seine sehr stark gerollten Blätter, die viele kleine Kugeln bilden, gaben ihm den Namen Gun Powder, da diese an Schießpulver erinnerten. In der asiatischen Heilkunde gilt Grüner Tee als gesundheitsfördernd, er befreit von Müdigkeit und Schläfrigkeit, belebt sanft bei allgemeiner Erschöpfung, fördert er die Wachheit, schärft die Wachsamkeit und unterstützt das klare Denken.Diese anregenden Eigenschaften sind gepaart mit entspannenden Eigenschaften. Bei Stress beruhigt Grüner Tee die Nerven, bei Niedergeschlagenheit heitert er auf.
wertvolle Zubereitung...
Ein äußerst wichtiger Faktor für eine gleichermaßen wirksame wie auch aromatische Tasse Grüntee ist das Wasser. Auch die Qualität hochwertiger Tees wird durch schlechtes Wasser zunichte gemacht. Man sagt, das beste Teewasser komme aus Quellen hoch gelegener Bergtäler. Ideal ist teilentsalztes Wasser. Ausgesprochen ungeeignet ist kalkhaltiges Wasser und solches mit einem zu hohen Gehalt an Salz oder oxidiertem Eisen. Gechlortes Wasser, wie z. B. in einigen Mittelmeerländern oder auch in japanischen Großstädten üblich, ist unproblematisch, da das Chlor beim Aufkochen entweicht. Der größte Feind des Grüntees ist in Mittel- und Westeuropa der Kalk. Ungefiltertes Leitungswasser ist in weiten Teilen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz mittel bis stark kalkhaltig und damit vollkommen ungeeignet. Ein mit solchem Wasser zubereiteter Grüntee beginnt schon nach kurzer Zeit trübe und dunkelgelb zu werden, wird bis zum völligen Abkühlen immer bitterer und allmählich so dunkel wie Schwarztee. Ein Wasserfilter ist in so einem Fall dringend angeraten. Gutes Wasser erkennt man daran, dass der Tee seine helle Farbe behält.
Zwei Minuten nach dem Aufguss geben die Teeblätter das ganze Koffein frei, während die Gerbstoffe langsamer gelöst werden. Also je kürzer der Tee zieht, desto anregender wirkt er. Lässt man ihn länger ziehen, hat er eine beruhigende Wirkung auf Magen und Darm. Er soll lebensverlängernd wirken und Herzkreislaufkrankheiten bei regelmäßigem Konsum mindern. |