Yerba Mate


Mate gehört zur Familie der Stechpalmengewächse - Aquifoliaceae und ist in Südamerika beheimatet.

Die Pflanze erreicht eine Höhe von bis zu 15 Meter, in Kulturen wird er aber meist auf 2 bis 5 Meter geschnitten gehalten. Der immergrüne Baum hat eine oval zulaufende Krone und einen hellgrauen Stamm. Seine ovalen, ledrigen Blätter werden 15 cm lang und haben einen gekerbten Rand. In der Blütezeit von Oktober bis November wachsen ihm dicke Büschel mit weißen, kelchförmigen Blüten mit je vier Blütenhüllblättern, aus denen sich dicke rotviolette, kugelförmige Steinfrüchte mit vier bis sechs Samenkörner entwickeln.

Damit der Keimling die sehr harte Schale durchbrechen kann, muss unter natürlichen Verhältnissen die Frucht erst den Verdauungsapparat eines Vogels passieren. Aus diesem Grund haben die reifen Früchte eine Farbe, die von Vögeln besonders gut wahrgenommen wird. Einheimische kultivieren die Pflanze schon seit Jahrtausenden. Für die Kultur des Mate-Strauches werden die Früchte mechanisch vorgeschädigt und in Wasser aufgeweicht. Die Keimung dauert bis zu drei Monaten. In den ersten beiden Jahren sind die kleinen Pflanzen lichtempfindlich und müssen beschattet werden. Die zweijährigen Jungpflanzen werden kurz über dem Boden abgeschnitten, die neu austreibenden Sprosse sind dann kräftiger und fülliger. Nach vier Jahren erfolgt die erste Ernte, die Folgeernten erfolgen je nach Anbaugebiet in einem ein- oder zweijährigen Intervall.

Im 16. Jahrhundert wurde der Mate von Jesuiten nach Europa eingeführt. Die Indianer wurden von den Kolonialherrren zum Mateanbau gezwungen. Traditionell wird der Mate-Tee in einem ausgehölten Kürbis der cuya zubereitet. Dazu werden Mateblätter im Kürbis mit heißem Waser übergossen. Dieser wird dann in der Runde umher gereicht. Der Hauptwirkstoff des Mate ist Koffein, da er an Gerbstoffe gebunden ist, wird es langsamer, verträglicher an den Körper abgegeben, womit die anregende Wirkung länger anhält. Aufgrund zahlreiche Vitamine, Mineralien und Spurenelementen kann Mate Yerba schon fast als Nahrungsergänzungsmittel angesehen werden. Die enthaltenden Saponine wirken fettspaltend.

In südamerika wird der sogenannte "Trank der Götter" oder "Gold der Indios" auch heute noch als Zaubertrank gegen körperliche und geistige Ermüdung, bei Hitze und Hunger eingesetzt. In der Volksmedizin wird der Mate bei Fieber, Kopf- und rheumatischen Schmerzen, Migräne und Depressionen angewendet. Äußerlich wird er als Pflaster bei Geschwüren verwendet. Er ist Bestandteil von Teemischungen für Blasen und Nieren. Er kann auch mit anderen Kräutern vermischt geraucht werden. Er wirkt geistig und körperlich anregend, harntreibend, schmerzlindernd, magenstärkend, leicht abführend, appetithemmend und entschlakend.

Mate bewirkt die Regulierung des Blutdrucks und eine bessere Durchblutung des Körpers. Durch die Aufspaltung des Glykogens (Glykogenolyse) wird dem Körper Energie bereitgestellt. Die Muskeltätigkeit wird durch Mate positiv beeinflusst. Durch den Abbau von Kohlehydraten bilden Muskeln auch weniger Milchsäure und bleiben länger einsatzfähig. Bei hoher körperlicher Belastung werden viele Sauerstoffradikale freigesetzt, die Zellen und Gefäße schädigen können, die aber durch den antioxidativen Effekt des Mate Tees mit Hilfe des körpeeigenen Immunsystems wirksam bekömpft werden. Neben der Funktion der Niere wird auch die Tätigkeit von Galle und Leber angeregt. Mate kann als hervorragendes Getränk zur Diätbegleitung angesehen werden, denn die körperliche Leistungsfähigkeit bleib trotz Diät erhalten.

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Yerba Mate - CBSé Orange 500g
€3.60

This product was added to our catalog on Saturday 21 February, 2009.
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